PSI PSYCHOSOMATISCHE INTEGRATION

(entwickelt von Dr. Karin Neumann)

 

Viele Krankheitsbilder stehen in Zusammenhang mit psychischen bzw. physischen Be­lastun­gen, die dadurch entstehen, dass Körper und Gehirn Stressoren aller Art nicht mehr ausreichend regulieren können. Milderung der Symptome bzw. Heilung kann tiefgreifend möglich werden, wenn seelische Ursachen bewusst gemacht, angenommen, gelöst und verarbeitet werden. Dabei hat sich besonders die PSI-Methode, eine bifokal multisensorische Reizexposition zur Integration mit allen Sinnen, als sehr effizient erwiesen.

 

Da Gefühle zu einem großen Teil aus Körperwahrnehmungen bestehen ist es maßgeblich, auch den Körper bei der Behandlung von dysfunktionalen Emotionen mit einzubeziehen. Bei der PSI-Methode stimmt sich der Klient achtsam auf sein Problem ein, wäh-rend er zugleich bestimmte Akupunktur­punkte am Körper beklopft und sein Problem dabei fortwährend ausspricht, zwischendurch bestimmte Augenbewegungen macht sowie summt und zählt, um den linken und rechten Frontallappen zur Stressverarbeitung zu aktivieren. All das dient dazu, eine neurologische Musterunter-brechung zu erzielen und bisher Belastendes und wegen Reizüber-flutung nicht Verar­bei­tetes zu integrieren (daher auch der Name „Psychosomatische Integration“).

 

Belastende bzw. traumatisierende Ereignisse haben eine Störung des Informationsverar­beitungs­prozess v.a. zwischen rechtem und linken Frontallappen zur Folge. Die Verarbeitung auf der sprach-lichen Ebene im linken Frontallappen und die meist fragmentierten Sinneswahrnehmungen im rechten Frontallappen werden nicht zusammengeführt, und somit auch nicht integriert und verarbeitet. Aus diesem Grund können sich Menschen häufig nicht vollständig an stark belastende Erlebnisse erinnern bzw. diese nicht verbalisieren. Daher es ist wichtig, bei der Reizexposition alle Sinnesqualitäten, vor allem die Körperwahrnehmung, mit einzubeziehen.

 

Traumatische Erfahrungen werden nicht ins Langzeitgedächtnis übernommen, da das Gehirn durch die Heftigkeit der Bedrohung bzw. der Gefahrensituation überflutet und somit die Reizverar­beitungsfähigkeit massiv überfordert wird. Erinnerungen, Körperer-leben, Affekte und Sinnes­wahrnehmungen werden abgespaltet (also nicht verarbeitet bzw. integriert), um in einer solchen, schweren Situation überleben zu können.

 

Die Folge dieser Affektüberflutung können Erregungssymptome wie Angst- oder Schlafstörungen sein, es kann jedoch auch zu Sucht (wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch) bzw. zu emotionaler Abstum-pfung bis hin zur Lethargie, u.v.m. kommen. Visuelle, auditive, kinesthetische, olfaktorische oder gustatorische Auslöse-reize, sog. Trigger, können zu Intrusionen oder Flashbacks führen. Dabei han-delt es sich nicht nur um ein bloßes Wiedererinnern an die belasten-de Situation, vielmehr erlebt die Person das Trauma mit all seinen Sinnesqualitäten und Affekten immer und immer wieder: So, als ob es gerade JETZT passieren würde!

 

Für ein glückliches und gesundes Leben ist es daher maßgebend, alles Belastende, was nicht verar­beitet ist, zu desensibilisieren, also in einer sicheren Umgebung sich diesen Auslösereizen erneut zu öffnen, um diese im Nachhinein gut in Gehirn und Körper zu verar-beiten, damit keine Intrusionen und Flashbacks mehr auftreten können.

 

Dies ist u.a. deshalb so wichtig, weil viele belastende Situationen auf die Stressregulierung des gesamten Organismus im Alltag eine Auswirkung haben; und dieses konstant höhere Stressniveau kann ein Nährboden für viele psychische und physische Belastungen sein und zu den unterschied­lichsten Krankheitsbildern führen. Die Psychosomatische Integra­tion PSI unterstützt dabei, all die dysfunk-tionalen Emotionen sowie Denk-, Fühl- und Verhal­tens­muster sanft, schonend, meist schnell und nachhaltig zu verändern und zu zu inte­grieren.

 

Die Basis dieser Interventionstechnik entwickelte Dr. Rogger Callahan, Klinischer Psycho­loge und Psychotherapeut aus den USA bereits in den 1960er Jahren, als er herausfand, dass das Ein-stimmen auf ein Problem und v.a. das gleichzeitige Stimulieren (= Beklopfen) bestimmter Akupunkturpunkte optimal dazu geeignet ist, belastende Gefühle - in meist erstaunlich kurzer Zeit - aufzulösen und in innere Gelassenheit zu transformieren.

 

Darüber hinaus entdeckte er die sogenannten „Psychischen Umkehrungen“. Damit ist ein unbe­wusster Widerstand gemeint, ein Ziel überhaupt erreichen zu wollen. Denn möchte man etwas be-wusst, unbewusst macht alleine diese Vorstellung jedoch Stress, dann ist es so, als ob in einem Boot zwei Ruderer sitzen und jeder rudert in eine andere Richtung – und das Boot dreht sich im Kreis; und Zielerreichung ist nicht bzw. nur schwer möglich.

 

Die Arbeit von Callahan wurde von Dr. Fred Gallo, ebenfalls klinischer Psychologe und Psycho­therapeut aus den USA, Ende des letzten Jahrhunderts um eine differenziertere Diagnostik und Be-handlungsmethode erweitert. Was diese Methode u.a. so wertvoll macht ist, dass es keine negativen Nebenwirkungen gibt - und als Selbstbehandlung angewandt auch nichts kostet (außer dem Wissen um den richtigen Behandlungsablauf und die Fingerspitzen, die man ja sowieso immer dabei hat).

 

Die Wiener Psychotherapeutin Dr. Karin Neumann hat aus all diesen Ansätzen die PSI Psycho­somatische Integration weiter entwickelt, indem Sie viele neue Behandlungsabläufe aus ihrer langjährigen Praxis­erfahrung neu begründet hat und die Methode somit im Klinischen- und Gesundheits­bereich als auch auf dem Trainings- und Coachinggebiet etabliert hat. Darüber hinaus hat sie die PSI – BE FREE SOFTWARE entwickelt, eine Software, die bei dieser Arbeit wunderbar unterstützt (weitere Infos unter PSI – BE FREE SOFTWARE).

 

 

 

Dr. Karin Neumann

+43 (0) 676 7613898

2380 Perchtoldsdorf
bei Wien

Elisabethstrasse 109

E-Mail